Fotografie
Haas

Einführung in die Fotografie
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Fotografie Haas
Marcus Haas
Buntentorsteinweg 96
28201 Bremen


Tel.: 0421 / 387 13 60
Mobil.: 0162 / 957 54 07
Web: http://fotografie.marcus-haas.de
Email:

Einführung in die Fotografie: Praxis: Komposition und Gestaltung

Ausschnitte Perspektive Komposition Herausstellen des Motivs

Ausschnitte

Mit einem Foto zeigt man immer nur einen Ausschnitt des tatsächlichen Geschehens und das sowohl in räumlicher als auch zeitlicher Hinsicht.

Fläche Raum Zeit
Fläche

Mit der Fläche ist hier der Bildinhalt gemeint. Generell sollte hier natürlich der Ausschnitt so gewählt werden, dass die Bildwichtigen Teile wiedergegeben werden und nicht irgendwo die Füße fehlen, oder die Köpfe angeschnitten sind.

Aber das ist natürlich nicht alles, ein Motiv sollte auch Formatfüllend abgebildet werden und nicht nur irgendwo in der Mitte des Bildes wiederzuerkennen sein. Bei einem Portrait sollte man zudem darauf achten, dass das Modell nicht gegen den Bildrand schaut, sondern dass in Bllickrichtung noch etwas Platz gelassen wird.

Das gleiche gilt auch für Tiere und Fahrzeuge in Bewegungsrichtung

Ausschnitt
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Raum

Der räumliche Ausschnitt wird durch die Wahl der Brennweite und den Objektabstand festgelegt und damit handelt es sich hier tatsächlich um ein räumliches Volumen, von dem wir auf dem Foto natürlich nur noch die zweidimensionale Projektion sehen.

Die lange Brennweite komprimiert den Raum und zeigt uns nur einen schmalen Kegel, während eine kurze Brennweite einen großen Raum abbildet. Wenn die Umstände - wie große Entfernungen, oder kleine Räume - die Wahl der Brennweite nicht einschränken muss man sich also Gedanken darüber machen, welche Wirkung man erziehlen möchte.

Bei Landschaftsaufnahmen benutzt man deshalb in der Regel eine kürzere Brennweite um große Tiefenschärfe und einen weiten Bereich abzubilden, während man bei Portraitaufnahmen zu einem leichten Tele (ca. 100mm) greift um mit verringerter Tiefenschärfe das Gesicht natürlich abzubilden.

Ausschnitt
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Zeit

Der zeitliche Ausschnitt wird natürlich durch die Belichtungszeit festgelegt, aber auch durch den Zeitpunkt der Aufnahme - z. B. durch die Tages- oder Jahreszeit, welche die Aufnahme beeinflussen, wenn man nicht gerade in einem Studio fotografiert.

Der zeitliche Ausschnitt kann eine Bewegung völlig einfrieren, was gewünscht sein kann, aber in einigen Fällen unnatürlich wirkt. Fotografiert man z. B. einen Rennwagen mit einer zu kurzen Belichtungszeit nimmt man dem Foto jede Dynamik, das Bild wirkt langweilig und uniteressant. Hier ist also eine etwas längere Belichtungszeit um 1/250s oder mehr angebracht, bei der man die Kamera mitzieht, um dem Hintergrund eine Bewegungsunschärfe mitzugeben.

Das andere Extrem sind bewusst lange Aufnahmezeiten z. B. bei der Astrofotografie, um den Lauf der Sterne abzubilden, hier kann der abgebildete Zeitraum in die Stunden gehen.

Ausschnitt
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Perspektive

Neben dem räumlichen Ausschnitt, der durch das Objektiv festgelegt wird ist auch die Perspektive ein wichtiges gestalterisches Merkmal, insbesondere bei Landschaften und Architktur, da mit ihr Räumlichkeit und Tiefe eines Motivs ausgedrükt wird.

Das Mittel der Perspektive ist seit dem Mittelalter bekannt und besagt, dass parallel in die Tiefe verlaufende Linien sich im Fluchtpunkt schneiden, der auf dem Horizont des Bildes liegt. Auch wenn der Horizont auf einem Foto nicht zu sehen sein muss entspricht er der Horizontalen durch den Fluchpunkt und ein Bild wirkt in der Regel interessanter, wenn man den Horizont nicht in die Mitte legt, sondern z. B. die regel des goldenen Schnitts berücksichtigt.

In der Architektur tretena uch häufig stürzende Linien auf, wenn man ein Gebäude schräg nach oben fotogrfiert, das sieht oft unnatürlich aus, aber mit einem Weitwinkelobjektiv, einem erhöhten Standpunkt und einem grüßeren Abstand lassen sich diese Bildfeheler reduzieren.

Auch beim fotografieren von Menschen muss man ein Auge auf die perspektivisch Verkürzung haben, fotografiert man z. B. von unten nach oben so erscheinen die Beine unnatürlich lang, und der Kopf sehr klein. Genauso kann auch ein Körperteil, das in richtung Objektiv zeigt verkürzt erscheinen. In beden Fällen wirkt der Körper unnatülich, wenn nicht sogar verkrüppelt.

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Komposition

Die Komposition eines Fotos macht seinen Eindruck auf uns aus. Gestaltung und Aufbau sind selbstverständlich Geschmacksache, aber einige Regeln scheinen in unseren Gehirnen fest verdrahtet zu sein und für eine harmonische Komposition sollte man sie zumindest kennen.

Der goldene Schnitt Rhythmus Kompositionslehre
Der goldene Schnitt

Der goldene Schnitt bezeichnet ein als harmonisch empfundenes Längenverhältnis, das man auch in der Natur immer wieder vorfindet.

Mathematisch definiert man den goldenen Schnitt so, dass eine Strecke so geteilt wird, dass die Gesamtstrecke im selben Verhältnis zur längeren Teilstrecke steht, wie die lange Teilstrecke zur kürzeren.

Aber als Fotograf kann man nicht immer erst rechnen, bevor man den Auslöser drückt, deshalb kann man als Faustregel auch das Verhältnis 5:8 oder 1/3:2/3 als Anhaltspunkt nehmen.

Langweilig wirken dagegen Aufnahmen, die genau in der Mitte geteilt werden, sei das durch einen Horizont oder eine Frontalaufnahme bei einem Portrait.

Komposition
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Rhythmus

Einen Rhythmus gibt es nicht nur in der Musik, auch in der Bildgestaltung können wir Rhythmen einfangen und dem Foto damit einen interessanten Eindruck erwecken.

Wichtig sind dabei die Diagonalen im Bild, denn Punkte auf diesen Linien werden als harmonisch empfunden.

Solche Punkte - seien es nun Wolken oder Steine - kann man einem Motiv gegenüberstellen, dass z. B. im goldenen Schnitt angeordnet ist und so eine Spannung erzeugen.

Komposition
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Kompositionslehre

Man unterscheidet in der Fotografie neun Grundformen der Komposition (horizontal, vertikal, diagonal, horizontal-vertikal, vertikal-diagonal, horizontal-diagonal, diagonal-diagonal, horizontal-vertikal-diagonal und die Zentralkomposition), in die sich viele Motive einorden lassen, aber letztlich ist das auch wieder eine Frage des Geschmacks und es gibt keine feste Regel, ob oder welche Grundform für das eine oder andere Motiv verwendet werden sollte.

Komposition
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Herausstellen des Motivs

In einem Bild kann es - in der Regel - nur einen Teil geben, der für die Bildaussage wichtig ist und entsprechend herausgestellt werden sollte. Gibt eine Szene mehrere Motive her, sollte man auch mehrere Fotos machen und nicht versuchen, alles in ein einzigens Bild zu stopfen.

Ausschnitt Schärfe Licht Standort
Ausschnitt

Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten das eigentliche Motiv zu isolieren, zum einen gehört dazu die Wahl des richtigen Ausschnitts, der überflüssige Teile weglässt und den Blick auf das Wesentliche lenkt.

Herausstellen des Motivs
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Schärfe

Des Weiteren spielt die Schärfe eine wesentliche Rolle. Wenn man die Tiefenschärfe auf den bildwichtigen Teil beschränkt, wird das Auge hierhin geführt und kann sich eingehend damit beschäftigen, ohne von unwichtigen Details abgelenkt zu werden.

Herausstellen des Motivs
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Licht

Eine weitere Möglichkeit das Motiv herauszustellen ist die Arbeit mit dem Licht, es stellt ein Motiv heraus und separiert es von der Umgebung - insbesondere bei Gegenlicht ist das der Fall. Durch Messung der Belichtung auf das Motiv wird die Umgebung über- oder unterbelichtet und tritt damit in den Hintergrund.

Isolation
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Standort

Schließlich kann man ein Motiv auch durch die Wahl des richtigen Standorts freistellen, indem man Unwichtiges durch ein paar Schritte nach link oder recht herausnimmt, sich hinhockt oder einen erhöhten Standpunkt sucht. Auch die Wahl des Hintergrunds spielt hier wieder eine Rolle, insbesondere bei Portraits eignen sich neutrale Hintergründe am besten.

Herausstellen des Motivs
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