Fotografie Haas
Marcus Haas
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Belichtungsmesser Automatiken moderner Kameras Linsen und Objektive Filmmaterial und Empfindlichkeit Scheimpflugverzerrung und Shiftobjektive (Quellen und Bilder)
Inzwischen verfügen alle modernen Kameras über einen eingebauten Belichtungsmesser, aber man kann auch zusätzliche Geräte erwerben. Im wesentlichen handelt es sich dabei um Photozellen, welche die einfallende Lichtmenge messen zusammen mit Informationen zu Blende, Belichtungszeit und Filmempfindlichkeit kann so berechnet werden, ob das Bild richtig belichtet wird oder nicht (das ist zum Teil subjektiv).
Je nach Ausstattung stellen Kameras verschiedene Methoden zur Belichtungsmessung zur Verfügung.
Heute verfügen schon viele Kameras über Matrixmessung oder sogar 3D-Matrixmessung, dabei wird das Sucherbild in mehrere Segmente eingeteilt in denen die Belichtung und der Kontrast einzeln gemessen wird, dann wird aus diesen Daten und Erfahrungswerten durch die Kamera die optimale Belichtung berechnet, Bereiche hohen Kontrasts wahrscheinlich die Bildwichtigen Teile (hier liegt die Schärfe) und können entsprechend stärker gewichtet werden.
Bei der 3D-Matrixmessung wird außerdem Tiefeninformationen der Entfernungseinstellung berücksichtigt.
Bei der mittenbetonten Messung wird der Schwerpunkt der Belichtungsbestimmung auf einen einige Millimeter großen Kreis (ca. 12mm Durchmesser) in der Suchermitte gelegt, so dass dieser Abschnitt, der in der Regel auf der Mattscheibe hervorgehoben ist korrekt belichtet wird. Liegt der Bildwichtige Teil nicht in diesem Bereich speichern manche Kameras die Information solange der Auslöser nicht ganz durchgedrückt wird.
Diese Einstellung bietet sich auch an, wenn man mit Graukarte (bzw. auf die eigene Hand anmißt und eine Blende weiter öffnet, oder die Filmempfindlichkeit manuell um eine Stufe herunterdreht) arbeitet, um die Belichtung zu bestimmen. Man hält graukarte oder Hand so vor die Kamera, dass das Aufnahmelicht darauf fällt und kann so leicht die richtige Belichtung bestimmen.
Bei der Spotmessung wird die Belichtungsmessung nur in einem Bereich von 1% (ca. 4mm Durchmesser) des Bildes vorgenommen, entweder in der Mitte oder in einem gewählten Meßfeld, wenn die Kamera mehrere hat.
Die Spotmessung kann bei Gegenlichtsituationen oder geringem Kontrast sinnvoll sein.
Der Autofokus ist eine sehr praktische Erfindung, um scharfe Bilder zu bekommen, ohne viel dafür machen zu müssen.Aber nicht in jeder Situation kann er weiterhelfen, zum einen muss genug Licht vorhanden sein, damit die Elektronik arbeiten kann, zum anderen muss das Motiv über ausreichend Kontrast verfügen, ist beides nicht gegeben bleibt nur die manuelle Einstellung.
Aber der Autofokus verleitet auch dazu, das Motiv zentral zu positionieren, was dann fast automatisch langweilige Bilder hervorbringt. Deshalb verfügen die meisten Kameras über eine Funktion, mit der sich der Fokus festhalten lässt, während man den richtigen Ausschnitt sucht.
Bei festgelegter Blende bestimmt diese Funktion, in Abhängigkeit von Filmempfindlichkeit und gemessener Lichtmenge, wie lange der Film belichtet werden muss.Die Belichtungsautomatik ist eine hilfreiche Funktion, die aber mit bedacht eingesetzt werden muss, denn die Belichtung wird anhand eines Durchschnittswertes über das gesamte Bild, oder einen Ausschnitt davon bestimmt, das muss für richtig belichtete Bilder bedacht werden. Wenn zum Beispiel bei einem Portrait der dunkle Hintergrund mitgemessen wird, führt das dazu, dass wir ein blasses Gesicht, und einen grauen Hintergrund bekommen. Informier' dich also, wie und wo deine Kamera die Belichtung mißt und beachte das bei deinen Aufnahmen. Gute Kameras haben auch hierfür eine Taste, mit der die Belichtung festgehalten werden kann.
Manchmal ist es sinnvoll die Belichtungszeit vorzuwählen, wenn schnelle Bewegungen eingefroren werden sollen, oder auch wenn gerade das nicht passieren soll. Die Blendenautomatik regelt dann die Öffnung der Blende ganz analog zu Belichtungsautometik, so muss hier auch dasselbe beachtet werden.
Der optische Apparat des Objektivs ist aus einer Reihe von Linsen aufgebaut, welche die Lichstrahlen lenken.Um Abbildungsfehler auszuschließen muss es mehr als eine Linse erforderlich, um das Bild bis zum Rand scharf und verzeichnungsfrei zu halten.Dazu werden auch immer häufiger Spezialschliffe und Gläser mit besonderem Brechungsindex verwendet, um die Abbildungsleistung noch weiter zu verbessern und Farbfehler zu korrigieren.
Die Blende regelt die Lichtmenge, die durch das Objektiv gelangt, je kleiner die Blendenzahl (z.B. 2,8) desto weiter ist die Blende geöffnet. Die Blendenzahl gibt nämlich das Verhältnis der Öffnung der Frontlinse zu ihrem Abstand zum Film an.Eine geschlossene Blende (z.B. 16) lässt also weniger Licht auf den Film gelangen.
Die Brennweite einer Linse bezeichnet die Entfernung zu dem Punkt, an dem sich Parallel einfallende Strahlen treffen würden. Dabei entsprechen kurze Brennweiten Weitwinkelobjektiven und lange Brennweiten sind Teleobjektiven zuzuordnen.
Je größer die Brennweite, desto kleiner ist der Aufnahmewinkel und entfernte Objekte können Formatfüllend abgebildet werden. Kurze Brennweiten, mit großem Aufnahmewinkel eignen sich hingegen in Räumen und bei Landschaften, wenn man viel aufs Bild bekommen möchte.
Teleobjektive stauchen scheinbar die Entfernung zwischen Objekten im Bild, das liegt an den kleineren Aufnahmewinkel.
Farbfilm ist nicht gleich Farbfilm, es gibt auch hier Unterschiede. So gibt es spezielle Filme, um zum Beispiel bei Kunstlicht zu fotografieren, durch die Verwendung eines solchen Films kann man den gelblichen Farbstich verhindern, der sonst bei Aufnahmen mit Kunstlicht in Inneräumen so häufig auftritt und seine Ursache in der Farbtemperatur der verschiedenen Lichtquellen hat.
Daneben hat aber jeder Film seine eigene Charakteristik, was Farbwiedergabe und eventuell auch Farbstiche anbelangt.
Es kann hier ganz interessant sein einmal verschiedene Hersteller auszuprobieren, um zu sehen, was einem am besten gefällt, oder den eigenen Erwartungen am nächsten kommt.
Und selbstverständlich muss an auch zwischen Diafilmen und Negativfilmen unterscheiden, aber das ist eine Frage des Geschmacks und der Präsentation.
Auch bei diesen Filmen gibt es Unterschiede, vor allem möchte ich hier die zwei Arten unterscheiden, auf welche der Film entwickelt werden kann. Es gibt nämlich Schwarzweißfilme, die im selben Prozess entwickelt werden können, wie Farbfilme, so dass man sie beim Großlabor abgeben kann (ohne dass die Filmentwicklung teurer wird). Läßt man diese Filme dann auf Farbpapier abziehen kann es allerdings zu Farbstichen kommen (Gelblich bis Braun, kann aber auch interessant sein).
Die anderen Filme benötigen einen speziellen Prozess, der in der Regel etwas teurer ist. Sie eigenen sich aber im Gegenzug sehr gut, um die Negativentwicklung selbst vorzunehmen.
Es ist noch immer üblich Filme mit 100ISO zu verkaufen, sie sind günstig zu haben und eignen sich bei schönem Wetter für die meisten Gelegenheiten. Mehr Spielraum hat man aber, wenn man einen Film mit 400ISO nimmt, er ist dreimal Empfindlicher als der hunderter, das heißt, man kann die Blende weiter schließen oder eine kürzere Belichtungszeit wählen, was insbesondere bei verwacklungsgefärdeten Teleaufnahmen hilfreich sein kann.Vor allem aber können diese, und noch höher empfindliche Filme (Einige SW-Filme schaffen 3200ISO, das ist sechsmal empfindlicher) aber auch gut in Innenräumen eingesetzt werden, wenn kein Blitz eingesetzt werden soll oder kann.
Ich habe gerade schon von der Empfindlichkeit des Filmmaterials gesprochen, leider erreicht man diese nicht, ohne an anderer Stelle Abstriche machen zu müssen.Bei Hochempfindlichen Filmen nimmt die Korngröße der Silberkristalle zu, was bei starken Vergrößerungen sichtbar wird (auch dieser Effekt kann gewollt sein).Bei 800ISO kann man aber bei heutzutage gebräuchlichen Filmen ohne Problem Abzüge bis zu einer Größe von 15x18 machen ohne dass das Korn auffällt, daneben kommt außerdem auch auf den Abstand des Betrachters an.
Bei der Scheimpflugverzerrung wird das Objektiv gegen die Filmebene aus der Senkrechten herausgekippt, dadurch erreicht man, dass die Schärfeebene nicht mehr parallel zum Film steht, sondern ebenfalls verdreht ist. So kann man erreichen, dass zwei Objekte die schräg hintereinander stehen trotzdem scharf abgebildet werden.
Fast ebenso exotisch wie die Scheimpflugverzerrung ist die Aufnahme mit Shiftobjektiven. Diese Spezialisten werden vor allem bei Architekturfotografie eingesetzt. Dadurch, dass das Objektiv parallel zum Film Verschoben wird erreicht man, dass stürzende Linien (der Effekt, dass sich bei Gebäuden die von unteren her aufgenommen werden, die Proportionen stark verjüngen, bzw. das Gebäude nach hinten zu kippen scheint) unterdrückt werden.