Fotografie Haas
Marcus Haas
Buntentorsteinweg 96
28201 Bremen
Tel.: 0421 / 387 13 60
Mobil.: 0162 / 957 54 07
Web: http://fotografie.marcus-haas.de
Email: fotografie@marcus-haas.de
Lampen Accessoires Hintergrund
Für die ersten Versuche genügt sogar eine einzige Lampe, aber es empfiehlt sich eine Photolampe zu nehmen, die die die richtige Farbtemperatur hat (ca. 3200 Kelvin, bei Kunstlichtfilmen oder Schwarzweiß)
Wenn man nicht gleich ein Lampenstativ anschaffen möchte gibt es auch Klemmleuchten, die günstiger sind, in jedem Fall sollte die Lampe aber 250 bis 500W haben und die Fassung dafür ausgelegt sein.
Ich selbst verwende einfache Reflektorlampen, so das ich auf einen Schirm verzichten kann, das führt aber auch zu sehr hartem Licht, dass man genau führen muss und sich nicht für jede Situation eignet.
Die Helligkeit der Lichtquelle entscheidet nicht nur über Filmmaterial und Belichtungseinstellung, ihre Verteilung im Bild lenkt auch die Aufmerksamkeit des Betrachters.
Die Qualität oder Härte des eingesetzten Lichts bestimmt die Wirkung des Fotos. Ein weiches Licht - z.B. bei Verwendung eines Schirmreflektors - leuchtet das Motiv sehr gleichmäßig und mit weniger Schatten aus. Das harte Licht eines Strahlers z.B. liefert scharfe Schatten und wirkt eher dramatisch.
Die Richtung aus der das Licht kommt bestimmt, wie die Schatten fallen, insbesondere
der Schatten der Nase und das Licht in den Augen sind hier zu beachten.
Der Nasenschatten sollte kein Knubbel unter der Nase sein und sie auch nicht unschön auf
die Wange verlängern.
Man kann das Licht also mehr von vorne kommen lassen, womit sich ein fast schattenfreies
Bild ergibt oder mehr von der Seite, so das sich der Schatten mit dem der Wange verbindet,
dann erhält man einen sehr schönen klassisch wirkenden Lichthof unter dem Auge.
Mit der Farbe (insbesondere natürlich bei Farbfotos) kontrolliert man die Stimung des Bildes. blaues Licht wirkt Kühl, während orange und rot sehr warm aussehen.
Das Licht übernimmt im Studio verschiedene Aufgaben. Diese Funktionen sind auch mit seinen Eigenschaften verknüpft und sollen das Motiv optimal herausstellen.
Zunächst ist da das Hauptlicht, es ist i.a. das hellste und dient dem Ausarbeiten der Details und verleiht dem Bild Tiefe.
Das Füll- oder Nebenlicht wird eingesetzt um Schattenbereiche aufzuhellen und hier Details sichtbar zu machen. Auf die Einrichtung des Nebenlichts ist genauso viel Sorgfalt aufzuwenden wie beim Hauptlicht, denn auch wenn man mit bloßem Auge nicht jeden Schatten sieht, auf dem Foto ärgert man sich darüber. Man sollte deshalb das Hauptlicht abschalten solange man das Nebenlicht einrichtet.
Ein Haarlicht ist in der Schwarzweißfotografie manchmal hilfreich, wenn das Modell dunkle Haare hat (nicht nur bei schwarzen, auch braune Haaren können leicht im Dunkel absaufen). Das haarlicht sorgt für Glanzlichter und Plastizität.
Akzent- und Hintergrundlicht können eingesetzt werden, wenn man weitere Details betonen oder den Hintergrund ausleuchten möchte.
Natürlich wird die Kontrolle der Schatten immer schwieriger, je mehr Lichter man einsetzt, es empfielt sich mit ein oder zwei Lampen anzufangen.
Für Portraitfotografiegenügt schon ein Stuhl oder ein Barhocker (z.B. vom Flohmarkt
oder IKEA), damit kann man sich schoneiniges einfallen lassen, aber auch Trittleitern
eignen sich gut, um das Modell darauf zu positionieren.
Abgesehen davon ist der Verwendung von Hilfsmitteln natürlich keine Grenze gesetzt, aber man sollte schon das Motiv im Auge behalten.
Manchmal kann ein Ventilator ein interessantes Hilfsmittel sein. Abgesehen davon, dass diese Fotolampen sehr heiß werden kann man damit Wind machen und die Haare oder ein leichtes Tuch wehen lassen.
Als Hintergrund verwende ich einen schwarzen Stoff, den man im Kaufhaus auch vom Restetisch nehmen kann, je weniger er knittert desto besser, wenn man ihn nicht ständig hängen lassen kann.
Wenn man den Abstand von Kamera/Model und Model/Hintergrund etwa im Verhältnis 1:2 einrichtet und eine kleine Blende wählt hat man gute Chancen das der Hintergrund unscharf wird und völlig schwarz wird (Großlabore machen die Mühe manchmal zunichte und liefern trotzdem einen matschig graues Bild, dann empfiehlt sich ein Fachabzug oder ein eigenes Labor ).
Selbstverständlich kann man auch mit Grauen, texturierten Hintergründen oder sogar mit Fototapeten arbeiten, das ist reine Geschmacksache