Fotografie Haas
Marcus Haas
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Die Kamera Die Objektive Das Stativ Filter und Nahlinsen Der Blitz Das UW-Gehäuse (Quellen und Bilder)
Die Kamera umfasst eigentlich alles vom Objektiv bis zum Gehäuse, da ich aber weiter unten speziell auf die Objektive eingehe, will ich mich an dieser Stelle auf das Gehäuse (engl.: Body) beschränken.
Neben der Technik, die darin steckt, sind es insbesondere drei Teile, die uns helfen das gewünschte Bild auf den Film zu bannen.
Den Spiegel kannst du sehen, wenn du das Objektiv abnimmst (aber berühre ihn nicht!). Dieser Spiegel ermöglicht es uns, das Bild, das wir aufnehmen wollen durch das Objektiv zu betrachten, bei Sucherkameras müssen wir auf diesen Komfort verzichten und darauf vertrauen, dass uns der Rahmen sagt, wie der Ausschnitt aussehen wird.
Der besondere Vorteil der Sicht durch das Objektiv macht sich natürlich besonders bei Wechselobjektiven und Zooms bemerkbar, man kann den richtigen Ausschnitt wählen und sieht das Bild schon fast so, wie es später auf dem Abzug zusehen seien wird (Warum das letztendlich doch nicht immer der Fall ist liegt unter anderem am Filmmaterial und der gewählten Belichtung ).
Das Prisma hat die Funktion das Bild wieder seitenrichtig darzustellen. Das Prisma, das in Spiegelreflexkameras eingesetzt wird besitzt fünf Flächen, die den Lichtstrahl leiten. So wird das Bild, das vom Spiegel nach oben reflektiert wird umgelenkt und kann durch die Mattscheibe betrachtet werden, daneben werden weitere Informationen eingeblendet, wie zum Beispiel Belichtungszeit und Blende.
Der Verschluss versteckt sich hinter dem Spiegel, und sitzt direkt vor dem Film, es ist mit Sicherheit der empfindlichste Teil der Kamera und sollte von uns Laien tunlichst in Ruhe gelassen werden.
Moderne Profikameras können Verschlusszeiten von 1/12000 Sekunde erreichen, es gibt wohl kaum eine Bewegung, die sich damit nicht einfrieren lässt, auf der anderen Seite kann der Verschluss aber auch für Langzeitbelichtungen (z.B. bei der Astrofotografie) beliebig lange offengehalten werden.
Der Verschluss kontrolliert also die Lichtmenge, die den Film erreicht. Je nach Situation muss diese Belichtungszeit von uns, oder von der Belichtungsautomatik gewählt werden.
Man unterscheidet Objektive nach ihrem Aufnahmewinkel (bzw. ihrer Brennweite, was äquivalent ist).
Der Aufnahmewinkel hat aber nicht nur Einfluss auf den Bildausschnitt, er bestimmt auch maßgeblich Geometrie und Tiefenschärfe der Aufnahme.
Zu den Weitwinkelobjektiven gehört alles unterhalb von 35mm (28mm entsprechen 75°). Diese Objektive eignen sich besonders für Aufnahmen in Innenräumen und für Landschaften, aber Portraits werden damit unnatürlich verzerrt.
Ein besonderes Merkmal ist die vergrößerte Tiefenschärfe, das heißt, bei gleicher Blende wird ein größerer Bereich scharf abgebildet als bei größeren Brennweiten.
Unter den Weitwinkeln unterscheidet man außerdem die extremen Weitwinkel um 18mm Brennweite und die sogenannten Fisheye mit Brennweiten um 8mm können diese Objektive bis zu 180° Aufnahmewinkel erreichen (Vorsicht mit den eigenen Füßen).
Das allgemeingültige Normalobjektiv gibt es nicht, für Kleinbildkameras ist es aber das 50mm Objektiv (das entspricht einem Aufnahmewinkel von etwa 45°), man sagt, dass es den Seheindruck am natürlichsten wiedergibt, sein Aufnahmewinkel entspricht etwa 45°.Kleinere Bildformate (insbesondere die kleinen Sensoren der Digitalkameras) verlangen Objektive mit kürzeren Brennweiten, um den selben Ausschnitt aufzunehmen.
Teleobjektive von 80mm bis 1000mm und darüber eigenen sich hervorragend, um weit entfernte Objekte heranzuholen (Aufnahmewinkel < 16°). Ein leichtes Tele (um 80-100mm) eignet sich auch gut für die Portraitfotografie, weil die Proportionen damit am besten wiedergegebne werden, längere Brennweiten lassen das Gesicht platt erscheinen.
Der Bereich der Schärfentiefe ist bei diesen Objektiven eingeschränkter als bei den Weitwinkeln, was man bei der Aufnahme beachten sollte 8und bei Portraits ebenfalls sinnvoll ist, da die Aufmerksamkeit auf den scharfen Bereich gelenkt wird). Hier muss dann eventuell stärker abgeblendet werden.
Außerdem verwackeln Aufnahmen mit Teleobjektiven leichter (Als Fausregel gilt: Belichtungszeit = 1/Brennweite, also bei 200mm etwa 1/250s), so dass kürzere Verschlusszeiten oder ein Stativ hilfreich sein kann. Nicht zuletzt helfen höherempfindliche Filme die letzten beiden Punkte auszugleichen.
Das Makroobjektiv ist eine Sonderform des Normal- oder Teleobjektivs. Der Trick dabei ist, dass diese Objektive so konstruiert sind, dass man wesentlich dichter an das zu fotografierende Objekt herankommt, so dass Abbildungsverhältnisse von 1:4 (4cm in der Wirklichkeit werden auf 1cm Film abgebildet) oder besser möglich werden.
Das Stativ, oft mit drei Beinen, manchmal mit nur einem und gelegentlich auch zum am Tischschrauben. Es ist ein Hilfsmittel, wenn bei schlachten Lichtverhältnissen nicht geblitzt werden kann, oder bei Teleaufnahmen die Verwacklungsgefahr verringert werden soll.Das Stativ eignet sich also besonders, wenn lange Belichtungszeiten erforderlich sind (i.a. länger als 1/60sec, aber auch kürzer bei Telebrennweiten).
Das Stativ ist aber auch sinnvoll, wenn es auf eine exakte Ausrichtung der Kamera ankommt, wie zum Beispiel bei Stilleben und Makroaufnahemn.
Hinderlich kann es bei Actionaufnahmen sein, oder wenn man öfter den Standort wechseln muss, eventuell ist dann eine höhere Filmempfindlichkeit ratsam.
Es gibt Fotographen, die diese Linsen aufs schärfste verurteilen, weil sie den natürlichen Eindruck des Bildes verfremden, aber in der Werbung kommt man fast nicht ohne sie aus.Verschiedene Verlauffilter lassen den Himmel blauer werden, den Sonnenuntergang röter, ganz wie es euch gefällt.
Es gibt aber auch andere Farbfilter, die zum Beispiel bei Kunstlicht zu besseren Aufnahmen verhalfen sollen, oder solchem die einfach nur weniger Licht durchlassen, um längere Belichtungszeiten zu ermöglichen.
Tricklinsen, was soll ich nur dazu sagen. Je nach gewünschtem Kitschfaktor sei es jedem selbst überlassen sich mit diesen Utensilien nach Belieben einzudecken.Mit einem Sternchenfilter zu Weihnachten und einem leichten Weichzeichner (Vorsicht, große Kitschgefahr, bei hellen Gesichtern auf hellem Hintergrund) kann man aber denke ich nicht viel falsch machen.
Der Polfilter gehört eigentlich nicht ins Sortiment der Tricklinsen, er dient dazu eine Polarisationsrichtung des Lichts herauszufiletern (konsultiere dazu bitte dein Physikbuch, sonst wird das hier zu lang). Dieser Filter kann helfen, wenn man vor einem Fenster steht, oder eine Wasseroberfläche fotografieren möchte. Der Polfilter verringert die Reflektion von nicht-metallischen Oberflächen und lässt ansonsten Farben intensiver erscheinen.
Spezielle Objektive zur Makrofotografie sind nicht billig, da kann es helfen eine sogenannte Nahlinse vor die Optik zu schrauben, und so den minimalen Aufnahmeabstand des Objektivs herabzusetzen. Das Maß für diese verringerte Nahgrenze wird in Dioptrien gemessen und es gibt Nahlinsen zwischen +1 und +4 Dioptrien, was meist ausreicht, um nah heranzugehen.
Manche bevorzugen Zwischenringe, um den selben Effekt zu erreichen, sie schlucken aber Unmengen an Licht und können in der Qualität nicht mit Linsen mithalten.
Die Leitwert ist ein Maß für die Leistungsfähigkeit des Blitzgeräts. Sie ist gleich dem Produkt aus Blende und Entfernung in Meter, bei einem Film der Empfindlichkeit 100 ISO.Das heißt ein Blitz mit der Leitzahl 42 kann bei einer Blende von 2,8 ein 15m entferntes Objekt beleuchten, bei Blende 8 sind es aber nur noch 5,25m, und ein schwacher eingebauter Blitz mit einer Leitzahl von 12 erreicht bei Blende 5,6 nur etwas über 2m weit.
Wenn man mit einem Blitz sowohl Tele- als auch Weitwinkel aufnahmen machen will, muss der Blitz auch den ganzen Raum ausleuchten können (oder man benutzt einen externen Reflektor).Dies ist, was der Leuchtwinkel eines Blitzes beschreibt, man sollte ihn mit dem Winkel vergleichen, den die eigenen Objektive aufnehmen können.Bei einigen neuen Blitzgeräten kann der Leuchtwinkel in Abhängigkeit vom benutzten Objektiv angepasst werden, das ändert dann auch die Leitzahl des Blitzes, sie nimmt mit zunehmendem Leuchtwinkel ab, und steigt, wenn man den Winkel einengt.
Die Blitzsynchronzeit meiner Kamera beträgt 1/125s und länger, aber wie lange leuchtet denn der Blitz?Nun, in den Technischen Daten habe ich gefunden, dass es bei voller Leistung eine 1/1000s Sekunde ist, im Extremfall kann die Leuchtdauer aber auf eine 1/23000s heruntergehen.
Die Leuchtdauer ist demnach erheblich kürzer als die Zeit, in der die Blende geöffnet ist, so kann man den Blitz nutzen um selbst schnellste Bewegungen noch einzufrieren.
Die Kamera, sofern es keine spezielle Unterwasserkamera ist, muss vor dem Druck, der da unten herrscht, und natürlich auch vor dem Wasser geschützt werden.
Trotzdem möchte man auf möglichst viele Funktionen zugreifen können, dies soll das UW-Gehäuse leisten. Häufig aus einer Aluminiumlegierung (manchmal auch Plexiglas) und mit einer Unmenge von O-Ringen ausgestattet erfüllen die Gehäuse diese Aufgabe.
Die Funktionen werden dabei durch Wellen und Knöpfe ins innere übertragen. Die Dichtigkeit wird durch Gummiringe gewährleistet, die in einer Nut so eingelegt werden, dass sie bei äußerem Druck in den Spalt zwischen den Gehäuseteilen gepresst werden, diese Ringe müssen regelmäßig gereinigt, und geölt werden. Ein Sandkorn an der falschen Stelle oder ein zu sprödes Gummi können fatale Folgen haben.
Für Normale Brennweiten und Tele reicht ein Planport, das heißt die Frontscheibe des das Objektiv umschließenden Gehäuseteils ist nicht gekrümmt.
Für Weitwinkel, die man für Wrackaufnahmen und große Fische benötigt muss die Frontscheide gekrümmt sein, um die Verzeichnung auszugleichen, die durch die unterschiedlichen Brechungsindizes zwischen Luft und Wasser entstehen. Bei einem Planport vor einem Weitwinkel käme es sonst zu Abbildungsfehlern.
Auch der Blitz braucht sein Gehäuse, das über einen Blitzarm mit dem Rest der Ausrüstung verbunden ist, er kann aber auch frei gehalten werden, was man dann entfesseltes Blitzen nennt (idealerweise ist der Blitz dafür neutral tariert, damit er im Wasser nicht absinkt oder aufsteigt).Günstig kann es auch sein, den Blitz mit einem sog. Pilotlicht auszurüsten, das zeigt, wie der Blitz ausgerichtet ist.